Türchen 22: Ulrich Seidls Paradies-Trilogie

Liebe Weihnachtsvermeidende, Feiertaghassende und Festablehnende, ich weiß, dass ihr da draußen seid. Ich weiß auch, wie unwahrscheinlich es ist, dass gerade ihr täglich einen Adventskalender lest oder zufälligerweise genau heute auf diesen Text stoßt. Aber vielleicht können wir die unweihnachtliche Telefonlawine ins Rollen bringen. Ein Grinch schickt ihn an zwei weitere, diese tun dasselbe und immer so weiter. Vielleicht habt ihr ja sogar WhatsApp-Gruppen oder Teamspeak-Channels? Leider kenne ich mich in euren Gefilden nicht so gut aus. Dennoch gibt es heute etwas ganz speziell für euch.

von NICK PULINA

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Türchen 16: Don’t Mess With The Postman

Sie werden mir wohl zustimmen, wenn ich sage, dass Rentiere, Bescherung oder Santa Klaus klassisch für Weihnachten sind. Dass aber auch ein Postbote ganz unerlässlich für ein gelungenes Weihnachten ist, das zeigt Ihnen der Weihnachtsfilm Klaus von Sergio Pablo, erschienen 2019.

von CELINA FARKEN

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Türchen 9: Eine ganz schön lange Autofahrt

Hinter dem heutigen Türchen verbirgt sich ein prämierter Film mit doch recht beachtlicher Länge. Ryūsuke Hamaguchis Drive My Car nimmt uns nicht nur mit auf die ein oder andere Autofahrt, sondern auch in die Welt des Theaters.

von CARO KAISER 

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Das wohl ungemütlichste Familiendrama der Streaming-Welt

Stephen Karam adaptiert sein renommiertes Drama The Humans für die Leinwand und schafft einen Film, der atmosphärisch zwischen Familiendrama und Psychothriller schwankt. Amy Schumer und Beanie Feldstein spielen in einem minimalistischen Set zwei Schwestern im Kreise ihrer mehr oder weniger dysfunktionalen Verwandten. Die Alltagsprobleme einer Durchschnittsfamilie werden in The Humans auf unkonventionelle Art portraitiert. Obwohl es Zeit braucht bis der Film in Fahrt gerät, ermöglichen die heruntergeschraubten Schauspielleistungen und überraschende Kameraeinstellungen letztendlich einen Spagat zwischen den Genrekonventionen.

von KAREN ELIAS

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In der lesBar mit den USA und dem König der Löwen

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Foto: Unsplash

Eine Weltmacht, ein dramaturgisches Naturtalent, eine Rückblende, ein Tisch voll Sushi, ein großartiger Champagner, eine Analogie mit Großkatzen, eine etwas uncharmante Analogie mit Borsten, eine Phase wachender Nächte, ein Staat als Symptom, ein Staat als heiß geliebtes Zünglein an der Waage, ein Rechercheauftrag und ein hoffnungsvoller Ausblick. Herzlich willkommen zum politischen Kinoabend in der lesBar!

von NICK PULINA 

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Gescheiterter Künstler, gefeierter Künstler

Akira Kurosawa (1910–1998) vor Beginn seiner großen Karriere im Jahr 1937.

Heute vor 24 Jahren ist der japanische Regisseur Akira Kurosawa gestorben. Wenige Filmemacher haben eine solch große Anzahl an filmischen Meisterwerken hinterlassen wie der Japaner. Egal ob Historienepos, Kriminalfilm oder Gesellschaftsdrama – Kurosawas Filme gehören immer noch mit zu den besten, die die Filmwelt zu bieten hat. Dabei wollte Kurosawa eigentlich gar nicht Regisseur werden und am Anfang seiner Filmkarriere stand auch noch der Tod eines geliebten Menschen.

von CARO KAISER

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Doctor’s Diary (4): Warum über einen anderen Genozid schreiben

Paul Rusesabagina in der US-Botschaft in Schweden im Jahr 2013.

Nach den ersten Monaten der Organisationsphase möchte ich in der heutigen Kolumne auf die inhaltliche Findungsphase zu sprechen kommen. In meinem speziellen Fall soll es dabei um ein kleines ostafrikanisches Land gehen, dessen grausame Geschichte das Geschichtenerzählen notwendig macht: Ruanda. 1994 fand in etwa 100 Tagen ein Völkermord statt und kostete über 800.000 Angehörige der Bevölkerungsminderheit der Tutsi das Leben.

von THOMAS STÖCK

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Kann alles, kennt jeden

Jean Cocteau im Jahr 1923, Foto von der Agence de presse Meurisse.

Dichter, Prosautor, Dramatiker, Maler, Drehbuchschreiber, Regisseur, Schauspieler, Bühnenbildner – Jean Cocteau war ein Mann mit vielen künstlerischen Talenten. Ebenso zahlreich wie seine Fertigkeiten waren seine Kontakte und Freundschaften mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. Manche dieser Kontakte werfen aus heutiger Sicht durchaus einen Schatten auf Cocteau. Heute wäre er 133 Jahre alt geworden und auch wenn Geburtstage zum Feiern da sind, wollen wir im heutigen Porträt gerade die ambivalenten Aspekte unseres Geburtstagskindes beleuchten.

von CARO KAISER

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The Greatest Showman

Nein, die Rede ist nicht von Michael Graceys Filmmusical aus dem Jahr 2017, sondern von Colonel Parker – einem Schausteller, der in den 50er Jahren einen jungen Mann entdeckte und diesen zu seinem Projekt machte – der größten Geldmaschinerie der Musikgeschichte: Elvis Presley. In seinem neuen Film Elvis inszeniert Baz Luhrmann die Lebensgeschichte des „King of Rock“ in einem fulminanten Biopic-Spektakel aus der Perspektive des geldgierigen Managers und selbsternannten Colonels, den einige für den Tod des Superstars verantwortlich machten. 

von ALINA BRAUCKS 

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In der lesBar mit Werner Herzog und fruchtsüßem Kabi

Kino Werner Herzig Fitzcarraldo Klaus Kinski
Foto: Unsplash

Ein Kinokonflikt, eine Kinolösung, eine große Kinofrage, eine Liste der kollektiven Verachtung, eine beglückende Freiheitsberaubung, ein deutscher Klassiker mit Überlänge, eine künstlerisch-masochistische Erkenntnis, ein Plädoyer für die Langeweile, ein süßer Allround-Begleiter und eine Gebrauchsanweisung für dessen Einsatz. Herzlich willkommen zum Kinoabend in der lesBar!

von NICK PULINA

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