Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 011: Verbotene Liebe

Lady Strachan and Lady Warwick making love in a park. Copyright: Wellcome Library, London.

Ein Blick und dann war es um sie beide geschehen. Wo die Liebe hinfällt, ist meist unergründlich. Wahrscheinlich kommt es genau aus diesem Grund immer wieder dazu, dass Menschen sich ineinander verlieben, obwohl ihre Mitmenschen genau das verhindern wollen. In einer Welt, die jahrhundertelang davon bestimmt war, dass Ehen zum Vorankommen der eigenen Familienbelange instrumentalisiert wurden, füllte die Liebe oftmals nur eine Nebenrolle aus. Und doch sind literarische Liebesbekundungen mindestens genauso alt wie Arrangements zur Verheiratung der Kinder. Und diese Liebesbekundungen waren übrigens schon seit der Antike nicht auf die Zweisamkeit von Mann und Frau gemünzt, sondern erfolgten ebenso zwischen zwei Männern wie zwischen zwei Frauen.

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Podcast Literatur und Feuilleton – Folge 010: Nixen, Sirenen und Meerjungfrauen

Herbert James Draper: Ulysses and the Sirens (1909). Deutscher Titel: Odysseus und die Sirenen.

In dieser Folge begeben wir uns direkt ins kühle Nass – zugegeben, für Sommerurlaub ist es wohl noch etwas zu früh. Aber passend zum Sternzeichen des Wassermanns wollen wir heute mit Nixen, Meerjungfrauen und Sirenen durch die Literatur schwimmen. Wir beginnen mit dem ältesten unserer heutigen Texte: der homerischen Odyssee und den Sirenen, denen der Protagonist begegnet. Anschließend blicken wir auf das Kunstmärchen Undine von Friedrich de la Motte Fouqué. Auch der allseits bekannte Klassiker Die kleine Seejungfrau des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen darf in dieser Reihe natürlich auch nicht fehlen. Daneben tätigen wir einen Exkurs in die lyrische Darstellung von Unterwasserwesen mit Heinrich Heines Gedicht Die Loreley. Unser Abenteuer ins kühle Nass beschließt eine Reise zu den Mami Wata aus Natasha Bowens Roman Skin of the Sea. Viel Spaß mit der Folge!

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 009: Winter, Ende, Neuanfang und ein Bücherranking

Das Jahr neigt sich dem Ende zu: „A day amidst the snow ghosts of Sun Peaks“, Copyright von Murray Foubister.

Das Weihnachtsfest und der damit einhergehende Trubel sind vorbei. Wehmütig blicken der Eine oder die Andere auf die oftmals zwar stressigen, aber auch mit vielen schönen Momenten versehenen Tage. Und auf das Ende der Weihnachtstage folgt der Ausklang eines ereignisreichen Jahres. Deshalb möchten wir gern mit euch einen literarischen Rück- und Ausblick tätigen. Dabei machen wir einen Ausflug zu den Höhen und Tiefen des Berges an Büchern, die man so in einem Jahr liest. Oder genauer: Die ich dieses Jahr gelesen habe. Kira hat mich auf meinem Trip durch schöne und weniger schöne Leseerlebnisse live auf Instagram zu unserem Beitrag zum vierten Advent begleitet. Doch bevor es so weit ist, wollen wir – der Jahreszeit entsprechend – den Winter, das Ende des alten und den Beginn eines neuen Jahres gebührend zelebrieren.

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 008: Gute Geister

Ein Foto eines vermeintlichen Geists, aufgenommen ca. 1899.

Na, Halloween gut überstanden? Falls Ihnen noch der Schock in den Gliedern steckt, können wir Sie heute beruhigen: Gegenstand der heutigen Folge sind gute Geister. Wie Geister und Gespenster zusammenpassen, was sie mit Haunted Houses und Weihnachten zu tun haben und welche Geschichten Sie auf jeden Fall lesen sollten – all das hören Sie in der heutigen Folge.

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Literatur und Feuilleton Podcast – Extra 002: LuF auf der Frankfurter Buchmesse 2022

Die Buchmesse führt Menschen vor allem aus einem Grund zusammen: Weil sich hier begeisterte Leser*innen treffen.

Wir waren für euch auf der Frankfurter Buchmesse und haben einige Interviews mit Fachbesucher*innen geführt. Warum strömen die Menschen auf die Messe? Was lesen die Menschen derzeit? Und welche Bücher möchten die Menschen unseren Hörer*innen empfehlen?

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 007: Gespenster (Halloween Special)

Die Abbildung von William Goldsmith illustriert eine Szene aus Oscar Wildes The Canterville Ghost.

Schon in wenigen Tagen ist es soweit: Dann klingeln wieder lauter kleine Geisterbräute, Hexen und Vampire an unseren Türen und verlangen nach Süßigkeiten. Woraus sich das Halloween-Fest tatsächlich entwickelt hat, ist nicht eindeutig geklärt. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass es etwas mit alten keltischen Bräuchen zu tun hat. Man glaubte, dass zum Ende des Sommers die Seelen der Toten in ihre alten Häuser zurückgekehrt waren. Und auch böse Geister sollen die Zeit genutzt haben, sich auf der Erde zu verbreiten. Deswegen verkleideten sich damals schon manche Menschen gruselig oder steckten glühende Kohlen in ausgehöhlte Rüben und Kürbisse, um Geister und den Teufel abzuhalten. Heute wollen wir uns eine Gruselfigur anschauen: das Gespenst. So ungeklärt die Existenz von Geistern in der Realität ist, so vielfältig sind die Geisterformen in der Literatur. Heimsuchende, böse Geister, solche, die über ihr Schicksal klagen und Frieden suchen und solche, die riesigen Spaß daran haben, Menschen einen Schrecken einzujagen. Dazu sprechen wir über Gespenstertexte von Oscar Wilde, Edgar Allan Poe, Shirley Jackson, J. K. Rowling und Heinrich von Kleist.

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 006: Kulinarische Literatur

Mit vollem Magen liest es sich besser: In unserer heutigen Folge tätigen wir kulinarische Leseexpeditionen.

In der Literatur wie in der Realität verbindet die Menschen wohl nichts mehr als das gemeinsame Essen. Deshalb widmen wir uns dem gemeinsamen Speisen in der Literatur in einer extralangen Folge von literaturundfeuilleton. Dabei stellen wir uns Fragen wie: Wie schmecken Gerichte aus beliebten Fantasyromanen? Welche Rolle spielt Nahrung in verschiedenen Romanen? Und: Sind Kochbücher Literatur?

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 005: Literatur und Pest

Die lieta brigata versammelt sich, um sich gegenseitig Novellen vorzutragen: Szene aus Giovanni Boccaccios Il Decamerone.

Als der Schwarze Tod übers Land zieht, bleibt den Menschen nichts als beten. Wer von der Pest befallen und wer von ihr verschont wird, bleibt den Menschen ein Rätsel. 1348 ist das schicksalhafte Jahr, in dem die Pest – nicht zum ersten Mal – den europäischen Kontinent heimsucht. In dieser Folge erkunden wir mit euch die Pest in der Literatur. Zuerst präsentieren wir euch einen Überblick über Literatur und Pest und tätigen einen Querschnitt durch die Geschichte der Pestepidemien. Dabei stellen wir uns die Frage, was wir noch heute aus den Pesterzählungen vergangener Tage lernen können. Wie das Erzählen von der Pest überhaupt funktioniert, klären wir aber natürlich auch! Wir gewähren euch Einblicke in Texte von Thukydides, Giovanni Boccaccio, Daniel Defoe und Albert Camus.

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 004: Literaturpop

Auf dem Beitragsbild zu sehen ist Taylor Swifts Bühnenshow, die unter anderem einen Balkon beinhaltet, während des Speak Now Concert in Heinz Field. Copyright Ronald Woan.

Bei unserem heutigen Thema werden sich sicherlich einige unter euch gefragt haben: Was ist Literaturpop überhaupt? Vielleicht ist ja die sogenannte Popliteratur bekannt, also eine Literatur, die sich mit populärkulturellen Phänomenen beschäftigt. Den genau umgekehrten Prozess möchten wir nun heute mit euch anschauen: Wann stellt populäre Musik einen Zusammenhang zu Literatur her? Wie können diese Zusammenhänge aussehen? Wie kann man Schreib- und Leseprozesse gesanglich darstellen? In insgesamt vier Teilen blicken wir auf Momente, in denen die Trennlinien zwischen den beiden Kunstformen populärer Musik und Literatur verwischen.

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Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 003: Zukunftsromane um 1900

Zurück in die Zukunft? Genau diesen Schritt wagen wir in unserer heutigen Podcastfolge. Foto 1934 von Stellar Publishing.

Fiktionale Literatur beschäftigt sich grundsätzlich mit möglichen Welten. Zu diesen möglichen Welten zählen Vorstellungen davon, was uns in Zukunft erwarten könnte. Wie leben wir in 100 Jahren? Welche Technologien existieren dann? Hat sich die Welt zum Guten gewandelt oder droht gar der gesamten Menschheit der Untergang? So häufig, wie man in der Literatur den Blick zurück richtet, so oft schauen Literatinnen und Literaten auch nach vorn. In unserer heutigen Folge möchten wir über einen kleinen Ausschnitt der Literaturgeschichte sprechen, in dem Autorinnen und Autoren genau das getan haben: den Blick auf die Zukunft gerichtet.

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