Gefangen im System – Schwarzsein zwischen Kapitalismus und Kolonialgeschichte

Natasha Brown: Zusammenkunft; Cover: Suhrkamp

Der so schmale wie eindrucksvolle Roman Zusammenkunft von Natasha Brown erzählt von reichen Schwiegereltern, einer schockierenden Diagnose und vor allem davon, was es bedeutet, als schwarze Frau in Großbritannien erfolgreich zu sein. Natasha Brown skizziert eine Protagonistin, die – wie auch die Autorin einst – im Bankenwesen Londons arbeitet. Der Roman beschreibt die Alltäglichkeit von Rassismus und Sexismus in dieser Branche und lässt die Leser*innen spüren, welche schrecklichen Auswirkungen diese nach sich zieht.

von KAREN ELIAS

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Linke Politik und Eugenik um 1900

H. G. Wells (18661946) um 1890; Fotograf: Frederick Hollyer

Der Traum von einer genetisch perfektionierten Menschheit ist ein (pseudo-)
wissenschaftliches Modethema um die Jahrhundertwende. Quer durch das politische Spektrum hinweg denkt man dabei gern in Extremen. Besonders die Eugenik mausert sich in diesen Jahren zu der Paradedisziplin für die vermeintliche Verbesserung der Menschheit – zu Ungunsten von Mitmenschen, die als nicht lebenswert erachten werden. Ein Warnruf anhand des Geburtstagskinds H. G. Wells, der der Eugenik selbst ambivalent gegenüberstand.

von THOMAS STÖCK

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Agatha Christie, Queen of Crime

Agatha Christie (1890–1976); Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Sie gilt als die meistgelesene und -verlegte Schriftstellerin aller Zeiten, übertroffen wird sie nur von der Bibel und William Shakespeare – Grund genug, über Agatha Christie zu sprechen. Doch nicht nur ihr Werk, auch ihre Biografie ist einen Blick wert. Denn die ist für eine Frau, die im späten 19. Jahrhundert auf die Welt kam, mindestens als ungewöhnlich zu bezeichnen. Ihren Beinamen Queen of Crime verdankt sie den insgesamt 66 Kriminalromanen, die sie im Laufe ihres Lebens verfasst hat. Doch Christie konnte nicht nur Krimi – sie veröffentlichte auch zahlreiche Kurzgeschichten und Theaterstücke.

von REEMDA HAHN 

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Aller Anfang ist schwer (2): Was das Leben kostet

Deborah Levy: Was das Leben kostet; Cover: Hoffmann und Campe

Jedes Buch ist irgendwann einmal zu Ende und man blättert die letzte Seite um. Doch was ist ein gutes Ende? Deborah Levy beginnt ihren Roman Was das Leben kostet mit einer Überlegung zum Happy End. Ein Anlass um mit Aller Anfang ist schwer darüber nachzudenken, wie kompliziert es ebenfalls sein kann, ein gutes Ende zu finden. Happy oder Un-happy End? Was stellt uns mehr zufrieden?

von ALINA BRAUCKS

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Türchen 19: Natürlich, eine Weihnachtsgeschichte

Mit dem Weihnachtsklassiker von Charles Dickens verhält es sich wohl ähnlich wie mit Last Christmas und George Michael – entweder Sie sind ihm längst überdrüssig oder Sie verlieben sich alle Jahre wieder. Die Geschichte von der Reise des knausrigen Protagonisten mit den Geistern der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht ist allseits bekannt. Aber haben Sie schon gehört, dass Dickens das Bild des modernen Weihnachtsfestes mit A Christmas Carol maßgeblich geprägt haben soll?

von ANN-KATHRIN ALBUSTIN

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Türchen 14: Gedankenreise durch die Modewelt

Sie gehören nicht zu den Personen, die in der Weihnachtszeit auf dem Sofa liegen und gemütlich Weihnachtsfilme schauen, sondern zu denen, die lieber verreisen und etwas von der Welt sehen möchten? Dann haben wir den optimalen Buchtipp für Sie! Georgia Kaufmanns Die Schneiderin von Paris entführt Sie auf eine Reise von Südtirol nach Paris, über Brasilien nach Amerika und erzählt dabei die Geschichte einer Frau, die nur einen Traum hat: eine eigene Schneiderei zu führen.

von VIKTORIA GORETZKI

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Türchen 9: Magische Weihnachten

Die Weihnachtszeit hat seit unserer Kindheit etwas Magisches. Bunte Lichter, die fröhlich der Dunkelheit entgegenstrahlen, glitzernder Schnee, der wie weiße Zuckerwatte die Landschaft erhellt und oftmals mehr Süßigkeiten als uns eigentlich guttun. Nicht verwunderlich also, dass wir einen nostalgischen Griff ins Bücherregal tun und mit Harry Potter in der Hand auf dem Sofa landen. Doch wie wäre es einmal mit einem magischen Besuch in London, bei dem wir einem Police Constable über die Schulter schauen können? Ben Aaronovitch bringt Sie mit seiner aktuell 12teiligen Die-Flüsse-von-London-Reihe genau dort hin.    

von MEIKE WINKLER

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