Deutsch-ägyptische Trauerbewältigung

Annabel Wahba: Chamäleon; Cover: Eichborn Verlag

Der Tod ist ein treuer Begleiter (auto-)biografischen Erzählens. Auch Annabel Wahbas Familienporträt Chamäleon ist aus dem traurigen Anlass entsprungen, dem an Krebs erkrankten Bruder André mit einem Blick auf die eigene Familiengeschichte das Leid zu lindern. Das gelingt der vortrefflichen Erzählerin durch Exkurse in die deutsch-ägyptische Geschichte sowie durch das Aufzeigen der Verflechtungen von zwei auf den ersten Blick differenten Welten.

von THOMAS STÖCK

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Ich denke, doch wer bin ich?

Yannic Han Biao Federer: Tao; Cover: Suhrkamp

In Yannic Han Biao Federers Roman Tao schwingt sich der gleichnamige Protagonist dazu auf, der Vergangenheit seines chinesischstämmigen Vaters nachzuspüren. In Deutschland sind es insbesondere seine Mitmenschen, die sich für seine vermeintlich wahre Herkunft interessieren – sehr zum Leidwesen Taos. Eine handwerklich gut gemachte Erzählung, deren hyperrealistische Aufmachung jedoch nicht jedermanns Sache sein dürfte.

von THOMAS STÖCK

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