Ich denke, doch wer bin ich?

Yannic Han Biao Federer: Tao; Cover: Suhrkamp

In Yannic Han Biao Federers Roman Tao schwingt sich der gleichnamige Protagonist dazu auf, der Vergangenheit seines chinesischstämmigen Vaters nachzuspüren. In Deutschland sind es insbesondere seine Mitmenschen, die sich für seine vermeintlich wahre Herkunft interessieren – sehr zum Leidwesen Taos. Eine handwerklich gut gemachte Erzählung, deren hyperrealistische Aufmachung jedoch nicht jedermanns Sache sein dürfte.

von THOMAS STÖCK

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„Hier endet das Menschlichsein, und damit das Menschsein“

Ljuba Arnautović: Julischnee; Cover: Hanser Verlag

In Junischnee thematisiert Ljuba Arnautović das abrupte Ende ihrer eigenen Kindheit durch den Beginn des Zweiten Weltkriegs und dessen Schrecken. Nüchtern berichtet sie dabei vom Werdegang ihres Vaters und der von den Grauen überschatteten Beziehung ihrer Eltern. Als Leser fragt man sich: Wie konnte eine Ideologie das Leben und die Zukunft so vieler Menschen in kürzester Zeit unumkehrbar verändern und welche Gefühle muss dieses langjährige Geschehen ausgelöst haben?

von SELINA WAHLEN

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